Lieben Sie die Donau und die Schifffahrt? Mit etwas Zeit erwerben Sie auf der Carnuntum, einem Eventschiff, das Kapitänspatent und lernen das Leben eines Binnenschiffers kennen.

Kapitänspatent – die Schiffsführerausbildung

Es spielt keine Rolle, zu welcher Zeit im Jahr Sie die Schiffsführerausbildung zu absolvieren beabsichtigen. Der Betrieb findet über das ganze Jahr hinweg statt. Es existieren verschiedene Arten der Ausbildung, sodass Sie entweder eine Schulung für das 20 Meter Donaupatent, das Radarpatent oder einen Vorbereitungslehrgang zum Kapitänspatent belegen. Auf der Carnuntum finden Sie die bei der Berufsschifffahrt übliche Ausstattung vor.

Vorbereitungslehrgang zum Kapitänspatent

Für den Vorbereitungslehrgang absolviert der Lehrling eine umfassende theoretische Ausbildung. In zwei Tagen Praktik erlernen Sie alle Handgriffe, die bei der Prüfung zum Kapitänspatent verlangt sind. Sie lernen das Berufsfeld sowie die dazugehörigen Regeln bestens kennen.

Schiffsführerpatent 20M – die Ausbildung

Zur praktischen Ausbildung für das Schiffsführerpatent gehören 40 Tage als Rudergänger oder Steuermann an Bord des Fahrschulschiffes. Sie absolvieren einige Nachtfahrten, in denen Sie intensives Radartraining erhalten. Zu den Eigenschaften eines guten Kapitäns zählt die Fähigkeit, eine Schleuse zu passieren. In vielen Gewässern bestehen zwischen zwei Abschnitten bestimmte Höhenunterschiede, die eine Schleuse ausgleicht. Darüber hinaus erlenen Sie ein sicheres An- und Ablegemanöver.

Die theoretische Ausbildung beinhaltet alle technischen und praktischen Fragen, die Sie zum Wissen fürs Schiffsführerpatent hinführen. Deshalb erhalten Sie einen genauen Überblick über das Übersetzen von Wasserstraßen, Flüssen und Seen. Um mit dem Radar bei Nachtfahrten umgehen zu können, benötigen Sie zuvor das Know-how zur Führung der Fahrzeuge. Planen Sie ein Event an Bord mit einigen Gästen, gilt es Gefahren zu beachten. Lernen Sie die Beförderung von Fahrgästen und den richtigen Umgang mit Besuchern.

Das Radarpatent

Um Fahrzeuge in der Radarfahrt führen zu dürfen, besteht die Möglichkeit, das Radarpatent zusätzlich zum Schiffsführerpatent zu erwerben. In der theoretischen Ausbildung erhalten Sie Informationen über den Aufbau einer Radaranlage sowie die dazugehörige Arbeitsweise. Um den Radar zu lesen, ist eine exakte Auswertung des Bildes notwendig. Absolvieren Sie einen Kurs über die Grundlagen der Radartechnik erfahren Sie mehr über die Funktion von Wendekreisanzeiger.

Besonders wichtig ist, wenn Sie in der Nacht mit einem Schiff fahren, die diversen Signale zu kennen. Sie üben, wie Sie einen Funkspruch abgeben und welche Sätze verschiedene Situationen erfordern. Bei bestimmten Manövern und Wendungen mit dem Schiff, ändern Sie den Kurs, den Sie unter Umständen mit anderen absprechen.

Die praktische Ausbildung beinhaltet einen zweitägigen Kurs, den der Lehrling an Bord des dafür zugelassenen Schiffes, in diesem Fall der Carnuntum, absolviert. Das Boot besitzt eine Flussradaranlage, mit der Sie den Umgang mit dem Radar kennenlernen und selbst agieren. Am zweiten Tag beweisen Sie, dass Sie die Funktionen des Radars kennen. Sie setzen eigene Manöver an.

Was kann ein Schiffsführer mit einem Kapitänspatent?

Mit dem Kapitänspatent für die Binnenschifffahrt ist der Schiffsführer berechtigt, selbstständig Fahrzeuge jeglicher Art und Größe auf Wasserstraßen und Binnengewässern zu führen. Mit dem Erwerb des Patents für Seen und Flüsse, ist es möglich Schiffe über 20 Meter auf Binnengewässern, ausgenommen von Wasserstraßen, zu fahren.

Für das Kapitänspatent der Stufe B ist für verschiedene Arten des Schiffes Fahrpraxis Pflicht. Für die Donau und auf Seen bei Schiffen mit Fahrgästen, die eine Länge von 20 Meter überschreiten, benötigt der Kapitän eine Fahrpraxis von 24 Monaten. Mit der Einschränkung auf eine Länge von unter 20 Metern ist der Nachweis einer Fahrpraxis von zwölf Monaten erforderlich. Für das Modell der Seen und Flüsse gilt es, einen Nachweis von zwölf oder sechs Monaten Praxis zu erbringen.